TriStar Regensburg 2018

Hier wieder ein Einblick eines “Jung-” Triathleten der seine Erfahrungen von seiner zweiten Olympischen Distanz mit euch Teilen möchte um so ggf. einen Einblick zubekommen wie man sich denn so fühlt und ob der Plan, den sich er ja jeder von uns zurechtlegt, aufgegangen ist. Es war sicherlich nicht sein bester Tag aber bei den Temperaturen und hat er wohl wie alle anderen auch die an Start gegangen sind alles gegeben.

Die Story
Den TriStar in Regensburg habe ich 2017 auf der Sprintdistanz schon absolviert und wusste zumindest mal grob was mich erwarten wird, vor allem die Radstrecke hat es ja etwas in sich.
Naja der Ablauf in den Stunden zuvor war eigentlich wie immer, wir sind zeitgerecht gegen 07:00 losgefahren und waren gegen 08:00 in Regensburg. Kurz die Startunterlagen besorgt Rad hergerichtet und ab ging es zum CheckIn.
Der Aufbau bei TriStar 2018 war gleich dem von 2017 somit war die Phase der Erkundung für die Laufwege recht kurz und ich konnte mit der Familie noch die „Hotspots“ besuchen, damit auch sie was von dem Event haben.
Pünktlich ab 09:30 starteten dann die ersten Athleten für die Mitteldistanz im Massenstart und ab hier ging es dann Schlag auf Schlag.
Gegen 10:00 war es denn soweit.

Das Schwimmpart
Das Wasser hatte wollige 25,7° und somit herrschte Neo- Verbot, was zumindest mich nicht weiter störte. Ich sortierte mich wie letztes Jahr auch etwas weiter rechts ein und schaute das ich vor mir etwas Platz hatte. Als der Startschuss viel gab es wie im Triathlon schon üblich auf den ersten paar Metern wieder eine kleine „Schlägerei“ aber insgesamt bin ich da gut durchgekommen.
Nach den ersten hundert Metern habe ich bemerkt das vor mir jemand schwimmt der ungefähr den gleichen Speed angeschlagen hat den mir auch vorgenommen habe und somit konnte ich mich dahinter hängen und „ziehen lassen“. Kurz nach der Wende (750m-800m) bemerkte ich das ich einen guten Flow hatte und mir der Kollege vor mir zu langsam war, also den Gashahn etwas aufgedreht und die Führungsarbeit übernommen.

Die Radeinheit
Der Wechsel vom Schwimmen auf das Rad lief deutlich besser als bei den Triathlons zuvor! Ich glaube was man bei dem TriStar nicht unterschätzen darf ist der Beginn der Radstrecke. Es geht zunächst mit einem kleinen Anstieg über die Oberpfalzbrücke um sich dann den Schelmengraben hoch zu quälen, dieser hat zwar nicht viele Höhenmeter ist aber direkt nach dem Schwimmen der Hammer den man sich nicht Wünscht. So zieht sich die Strecke auf den ersten 7-8 Kilometern kontinuierlich hin bis man den höchsten Punkt im Raum Harreshof und Hainsacker erreicht hat, danach ist es im Prinzip ein Wechsel zwischen schnellen bergab und leichten bergauf Passagen. Grundsätzlich liegt mir eine solche Streckenführung so dass ich mich auf die Vorgaben vom Trainer konzentrieren konnte um nicht zu Überpacen und in Anbetracht dessen das noch ein 10k Lauf (meine aktuelle Achillesferse) ansteht habe ich in der zweiten Runde etwas an Power rausgenommen.

Das Laufen
Auch der Wechsel vom Rad zum Laufen hat wunderbar funktioniert, ebenso fühlten sich die ersten Meter gut an. Da wir nach den Erfahrungen von Rothsee einiges an Trainingseinheiten auf den Rad- und anschließenden Laufpart gelegt haben war ich eigentlich frohen Mutes das es gut laufen wird. Nach den ersten paar Metern merkte ich das meine Pace zu hoch war, dementsprechend habe ich etwas an Speed rausgenommen um noch ein paar Körner für die letzten Kilometer zu haben, somit lief zu Beginn alles nach Plan/ Absprache. Nach ca. 3-4km wollte ich dann das Tempo wieder anziehen aber irgendwie ging da nix mehr und schon waren sie wieder da die Gedanken an das „Warum, denn nicht?“ aber der Körper hat mir klar signalisiert, wenn ich das bei der Hitze durchlaufen möchte dann ist das was ich gerade laufe (~5:15 Pace) das maximum an Speed was geht, egal was der Kopf gerne möchte und so war es dann auch. In Anbetracht was ich im Nachgang alles so mitbekommen habe war das die absolut richtige Entscheidung bei diesen Temperaturen.
Fazit zum Lauf, nicht überragend aber dennoch konstant und durchgekommen.

Gesamt Einschätzung
Es ist nicht der überragende Triathlon von mir gewesen auch wenn ich mir diesen als Höhepunkt für das Jahr 2018 ausgesucht habe, aber er war für diese Verhältnisse recht gut und ich habe in allen 4 Disziplinen das Maximum rausgeholt was unter diesen Umständen an diesen Tag möglich war. Es gab viele Athleten die beim Rad/ Laufen vermutlich nicht so auf ihren Körper gehört haben und am Ende gehen oder abbrechen mussten oder gar schlimmer noch und nach ihrem Zieleinlauf beim Sani auf der Trage landeten. Hier muss ich auch mal ein Lob an die Orga + Helfer + Sanis los werden, denn vor allem letztere hatten an diesem Tag einiges zu tun.

Ein Bericht von TV-Aktuell, Danke dafür.